Was ist Was – Materialarten

   
AllergienAllergien auf zahnmedizinische Keramiken sind momentan nicht klinisch dokumentiert, allerdings ebenso wenig gänzlich auszuschließen (es gibt nichts, was es nicht gibt).
GlaskeramikenGlaskeramiken werden als Verblendkeramik zum Auftragen auf ein Gerüst verwendet. Durch das Aufbringen von mehreren Schichten kann der Zahntechniker naturidentische Zahnkronen erstellen. Ebenso können Glaskeramiken als Vollkronen eingesetzt werden. Hierbei bestehen sie dann verfahrensbedingt nur aus einer Keramikschicht.
HochleistungskeramikenHochleistungskeramiken sind Keramiken, die über eine sehr hohe Festigkeit und Bruchzähigkeit verfügen. Diese dienen zumeist als Metallersatz für die Gerüste bei Verblenkronen und Verblendbrücken. Der Einsatz als als Vollkrone oder Vollbrücke ist ebenso möglich. Ästhetisch aber nicht auf dem Niveau einer Verblendkeramikkrone/-brücke.
KeramikenUnterschieden werden die eingesetzten Keramiken in: Glasbasierte-Keramiken oder Hochleistungs-Keramiken.
KunststoffeKunststoffe werden zur Verblendung, als Provisorium, als Ersatzzähne oder als Prothesenbasis bei Voll- oder Teilprothesen eingesetzt. Je hochwertiger die verarbeiteten Kunststoffe sind, das heißt je stärker ihre Moleküle untereinander vernetzt sind, desto geringer ist ihre Löslichkeit und damit auch das Allergene Potential.
MetalleIn der modernen Zahnmedizin sollten ausschließlich Metalle eingesetzt werden, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweisen. Zum einen sind dies goldhaltige Legierungen (hoch edel) oder Edelstahllegierungen (Chirurgenstahl). Als reines Metall findet Titan Anwendung. Metalle können als Vollkronen/-brücken oder als Gerüste bei Verblendkronen/-brücken sowie bei Klammermodellgüssen und Teleskopkronen eingesetzt werden. Aufgrund der metallischen Farbe ist für einen ästhetischen Zahnersatz die Verblengung der Gerüste in Zahnfarbe allerdings obligat. Allergien auf die hochwertigen, korrosionsbeständigen Legierungen sind sehr selten, aber niemals gänzlich auszuschließen.
MPGAlle im Patientenmund eingesetzten Materialien sollten und müssen den Vorgaben des Medizin-Produkte-Gesetzes entsprechen. Gekennzeichnet sind alle zertifizieren Materialien durch das CE Zeichen und zusätzlich mit der Nummer für die Prüfstelle (TÜV, DEKRA,...) z.B. CE123.
NEMNicht-Edel-Metal. So werden alle Legierungen benannt, die keinen oder nur einen sehr geringen Edelmetalanteil (Gold) beinhalten. Hochwertige NEM Legierungen sind sehr korrosionsbeständig. Günstige Varianten können zu einer erhöhten Korrosionsneigung führen.